Schnappologie – Was ist das?

Schnappologie ist eine von Heinz Strobl entwickelte Falttechnik, mit der man beliebige geometrische Körper aus Papierstreifen basteln kann. Dabei werden die Papierstreifen lediglich gefaltet und durch Ineinanderstecken miteinander verbunden. Die so gebastelten Körper sind nicht nur stabil, sondern sehen auch noch gut aus.IMG_2747

Wenn man zudem noch Größen (Längen und Breiten der Streifen) und Farben variiert, kann man eine beachtliche Vielfalt an verschiedenen Modellen erzeugen. Das Bild zeigt einen Rhomben-30-Flächner, einen Körper, den man in 1 bis 2 Stunden basteln kann.

Zur Technik selbst gibt es lediglich eine Präsentation von Heinz Strobl.

Am einfachsten ist die Herstellung von Körpern, die von regelmäßigen Vielecken begrenzt werden, weil man dafür mit nur einem oder maximal zwei „Werkzeugen“ arbeiten muss. „Werkzeuge“ sind selbst auch nichts weiter als Papierstreifen mit bestimmten Breiten. Daher stelle ich auf meiner Homepage auch vorwiegend platonische und archimedische Körper vor.

Zur Berechnung der Streifenlängen könnte man folgende grundlegenden Formeln benutzen:

Streifenlänge für Vieleck = doppelter Umfang des Vielecks + x

x sollte beim Viereck 2 mm, beim 5-Eck 4 mm und so weiter betragen. Es trägt dazu bei, den beim Umwickeln des Streifens um das Modul entstehenden Überschuss auszugleichen.

Streifenlänge des Verbindungsstückes = sechsfache Streifenbreite des Vielecks

Dabei sollte die Streifenbreite des Vielecks mindestens 1 cm betragen.

Als Papierdicke empfiehlt es sich Papier mit etwa 120 Gramm pro Quadratmeter zu verwenden. Sehr große Körper, wie der Rhomben-90-Flächner oder der Rhomben-120-Flächner sollten keine zu großen Streifenlängen aufweisen, da sie sonst instabil werden.

Viel Spaß beim Basteln 🙂

 

 

Aktuelles für das Schuljahr 2015/16

Nachdem ein neuer Kurs für Anwendungen der Mathematik zusammengekommen ist, zogen auch die Schüler der Jahrgangsstufe 10 nach. 14 meldeten sich für mathe-plus an, so dass wieder ein Kurs zusammenkommen wird. Ab Ende August geht es los.

Obwohl die Förderung von Spezialistenlager und Korrespondenzzirkel durch das Landratsamt derzeit ausgesetzt sind, wird es beides im kommenden Schuljahr weiterhin geben. Eventuell werde ich jedoch Eltern an den Kosten für den Korrespondenzzirkel beteiligen müssen. Der Zirkel selbst wird in bewährter Manier fortgeführt. Geplant ist außerdem mindestens eine gemeinsame Veranstaltung mit den kleinen Knoblern, voraussichtlich im November.

Das Mathematik-Spezialistenlager wird ab 27.09.2015 in Nordhausen stattfinden. Dadurch, dass diesmal keine Schülergruppe aus Sachsen mitkommen wird und es außerdem insgesamt weniger Schüler sind, werden einige Elemente des Lagerwettbewerbes etwas anders aussehen als bisher.

Natürlich hoffe ich sehr, dass es bald wieder finanzielle Unterstützung durch den Schulträger für diese Projekte gibt. Ganz nachvollziehbar sind für mich die Streichungen dieser Mittel nicht. Wie glaubwürdig ist Politik, die einerseits offen für Bildung und auch für Begabungsförderung eintritt und sich gern in den erfolgen Thüringer Schüler bei Wettbewerben sonnt, andererseits aber nicht bereit ist, in die Fördermaßnahmen zu investieren?