Geometriedateien nun unter geogebra.org

Seit einiger Zeit gab es immer wieder Probleme hinsichtlich der Funktionalität meiner mit geogebra erstellten Zeichenflächen. Die neueren Versionen von geogebra erlauben leider auch keine Erstellung von html-Seiten mehr, es sei denn man exportiert sie nach www.geogebra.org.

Deshalb werde ich meine interaktiven Geometrie-Dateien nun dort veröffentlichen. Auf meiner Webseite finden sich dann die entsprechenden Links. Ich hoffe, dass das eine nachhaltige Lösung ist und dass die Zeichenflächen dort einwandfrei funktionieren.

Die Zeichenflächen zu Pentominos sind bereits veröffentlicht.

Buch 1:  Rechtecke mit Pentominos

Buch 2:  Puzzles mit Pentominos

Lehrplan für „Anwendungen der Mathematik“ nun genehmigt

Eine erfreuliche Nachricht erreichte unsere Schule aus dem Ministerium für Bildung, Kultur und Sport. Der eingereichte Lehrplan für das Wahlpflichtfach „Anwendungen der Mathematik“ wurde nach erneuter Prüfung nun doch unbefristet genehmigt.

Es geschehen doch ab und zu noch positive Dinge. 🙂

 

Ist Engagement noch gewünscht?

Gar seltsame Blüten treibt die Bildungspolitik in Thüringen. Vor einigen Jahren wurden zur Stärkung der Mathematik und der Naturwissenschaften Stundenzahlen in diesen Fächern reduziert, beziehungsweise es fanden Zusammenfassungen der Naturwissenschaften zum Fach Mensch-Natur-Technik statt, für das es nicht einmal Lehrer gibt. Um diesen Tendenzen entgegen zu wirken, installierten wir mit viel Aufwand Angebote für Schüler wie „Anwendungen der Mathematik“ als Wahlpflichtfach oder „matheplus“. Nicht zuletzt deshalb wurden wir auch zweimal als MINT-Schule ausgezeichnet.

Gerade wird die Durchführung von Klassenfahrten erheblich erschwert, wo es doch gerade diese Fahrten sind, die im Bereich Sozialkompetenz Schüler wesentlich weiter voranbringen können als jeder Unterricht in der Schule. Und auch in diesen Tagen wurde die Genehmigung meines Lehrplanes für das Fach „Anwendungen der Mathematik“ erstmal ausgesetzt. Begründung: In den einzelnen Modulen seien zu wenig Aussagen über Sozialkompetenz und Selbstkompetenz der Schüler getroffen. In den umfangreichen Vorbemerkungen habe ich dies sehr wohl getan. Der Hinweis, dass diese Kompetenzen sich durch alle Module des Lehrplanes ziehen und deshalb nicht noch einmal gesondert erwähnt werden, der für drei Jahre durchaus reichte, scheint nun nicht mehr zu genügen.

Andererseits gibt es auch gerade jetzt an unserer Schule mehr als 30 Schüler der 8. Klassen, die das Fach für die nächsten zwei Jahre belegen möchten. Wenn ich mich nicht noch einmal hinsetze und den Lehrplan ein viertes Mal überarbeite, wird es das Fach nicht mehr geben und diese Schüler enttäuscht sein. Und wenn ich mich doch hinsetze und diese Kompetenzen in alle Module einarbeite, weiß ich noch lange nicht, ob sich dieser Aufwand auszahlt und der Plan dann endlich unbefristet genehmigt wird. Dabei gäbe es so viele andere Dinge zu tun.

Was will man eigentlich mit einer solchen Politik erreichen? Warum werden engagierten Personen immer und immer wieder Steine in den Weg gelegt? Möchte man überhaupt noch, dass sich jemand engagiert? Zu einer besseren Bildung unserer Kinder führen solche Entscheidungen sicherlich nicht. Seit Jahren wird eine verbesserte Bildungspolitik gefordert und versprochen. An den Schulen (zumindest den Gymnasien in Thüringen) merkt man davon nichts. Im Gegenteil:  Jede Veränderung in den letzten Jahren erzeugte mehr Frust, mehr Bürokratie und mehr Stress für alle Beteiligten.

 

Schnappologie-Projekt 2016

Im Rahmen der Projektwoche beschäftigten sich 13 Schülerinnen und Schüler der 7. Klassen mit der Technik der Schnappologie. Sie „befassten“ sich im wahrsten Sinne des Wortes mit geometrischen Strukturen. Es wurde nicht viel geschrieben und auch nicht gezeichnet, sondern in erster Linie gebastelt. Tolle Körpermodelle wurden dabei erstellt.

Schnapp16_050 Wir tauchten ein in die Welt der archimedischen, der platonischen und sogar in die einiger katalanischer Körper. Was haben sie doch für wunderschöne wissenschaftliche Namen. 😉 Der hier heißt zum Beispiel: Rhombenikosidodekaeder, und so musste ich mich dann doch als Mathematiklehrer damit abfinden, dass ihn die meisten nur „Ball“ nannten. 😉

Das alles ist aber nicht so schlimm, denn die Schüler sollten ja den Aufbau der Körper erkennen, Strukturen von Dreiecken, Vierecken und Vielecken entdecken und eben auch ein paar feinmotorische Fertigkeiten entwickeln.

Schnapp16_022          Schnapp16_027 Schnapp16_029          Schnapp16_045

Angesichts solcher Ergebnisse kann man sicher von einem gelungenen Projekt sprechen. 🙂 Überrascht hat mich nicht nur die Ausdauer mit der alle Schüler bastelten, sondern auch der Erfindungsgeist, den einige an den Tag legten. Das zusammengesetzte Ikosaeder aus 20 mal 9 Dreiecken (unten links) war eine Idee der Schüler selbst.

Es hat also mal wieder Spaß gemacht, und das nicht nur mir als Lehrer. 🙂

55. Mathematikolympiade in Greiz

Sie ist Geschichte, die Regionalrunde der 55. Mathematikolympiade.

Wie immer waren die Aufgaben nicht leicht, wie immer gab es Schüler, die sehr gut mit den Problemstellungen zurecht kamen und es gab solche, die schon beim Verständnis der Aufgaben Schwierigkeiten hatten. Insbesondere fiel das in der Klassenstufe 5 auf. Sogar mathematisch leistungsstarke und interessierte Schüler wissen offensichtlich nicht, was ein Dreieck ist, oder was es bedeutet, wenn im Text steht: „Die Summe aus der Zehnerziffer und der Einerziffer der Zahl beträgt 7.“

Was leistet der Mathematikunterricht eigentlich noch, wenn es solche Begriffslücken gibt?

Ähnlich ist es um die Ausdauer einiger Schüler bestellt, wenn es um das Knobeln und Tüfteln an einem Problem geht. Die Hartnäckigkeit, die Ausdauer und der Wille, das Problem zu lösen, haben deutlich nachgelassen. Zu schnell sinkt die Motivation auf den Nullpunkt. Entweder, ich finde gleich eine Lösung oder ich lasse es ganz schnell sein.

Glücklicherweise gibt es noch Ausnahmen. Die Schüler, die sich noch festbeißen können, die das Problem nicht loslässt. Und diese Schüler waren es dann auch, die sich hier und da noch Punkte ergatterten, weil eben auch richtig aufgeschriebene Teile der Lösung einen Erfolg darstellen.

Bemerkenswert das Abschneiden in den Klassenstufen 11 und 12. Entgegen dem Trend der letzten Jahre,  erzielten die Schüler hier die höchsten Punktzahlen und lagen auch im Schulamtsbereich mit ihren Ergebnissen sehr weit vorn. Hat sich bei ihnen die jahrelange Beschäftigung mit der Mathematik, die Teilnahme an den Projekten wie dem Wahlpflichtfach „Anwendungen der Mathematik“, den Mathelagern oder dem Unterricht in „matheplus“ ausgezahlt? Man möchte es hoffen, aber Gewissheit hat man in solchen Dingen nie.

Dennoch kann man sagen: Jede Beschäftigung mit der Mathematik, egal in welcher Weise, wird dabei hilfreich sein, in einem Wettbewerb wie der Mathematikolympiade besser zurecht zu kommen. In diesem Sinne sollten sich die Besten nun auf die Landesolympiade vorbereiten.

Mathematik-Spezialistenlager in Nordhausen

Es war das zehnte für die Ostthüringer Seite und es war wieder einmal ein erlebnis- und lehrreiches Mathelager.

Dabei stand es lange Zeit nicht fest, ob wir das Camp überhaupt durchführen können. Etwas überraschend wurde die staatliche Förderung des schulübergreifenden Camps von einem bisher stattlichen Betrag auf Null heruntergesetzt, so dass es eine ganze Weile unklar war, ob wir das Camp finanziell würden stemmen können. Schließlich ist ein Eigenanteil von 150 € oder mehr nicht für jedermann leicht aufzubringen. Glücklicherweise halfen uns die Stiftung Bildung für Thüringen einerseits und der Schulförderverein des UMG Greiz andererseits aus dieser Notlage heraus.

Also gingen am 27. September 18 Schülerinnen und Schüler aus Thüringen und eine kleine Zusatzdelegation aus Sachsen auf die Reise in das Land der Mathematik und in den Norden Thüringens. Bereits im Zug konnten sich die Schüler an den ersten Knobelecken mathematisch austoben. Sie flossen ebenso in den Lagerwettbewerb ein, wie das einführende Knobeln, die Stadtrallye, ein Kopfrechenwettbewerb oder die abschließende Lagerolympiade.

Natürlich wurde an den fünf Tagen geknobelt, angestrengt nachgedacht, konstruiert, experimentiert, gerechnet und bewiesen, bis einigen Teilnehmern im wahrsten Sinne des Wortes die Köpfe rauchten. MaLa098Unverzichtbar war deshalb ein gutes Ausgleichsprogramm. Es bestand aus einer Wanderung, dem interessanten Besuch der Nordhausener Hochschule, einem Ausflug in den Rabensteiner Stollen, einem Badeaufenthalt im Nordhausener „Badehaus“ und einer Tour mit dem Teambike. Für das leibliche Wohl sorgte das Team der Rothleimmühle, welches uns auch in jeglicher Hinsicht bei der Organisation des Unterrichts unkompliziert unterstützte. Hierfür gebührt dem Team unser ausdrücklicher Dank.

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Gern werden wir uns an die tollen Tage zurückerinnern.

Auch für das nächste Mathematiklager gibt es schon die ersten Überlegungen. Unser Ziel wird voraussichtlich Ilmenau heißen und der Zeitraum wird wohl vom 4. bis 8. Oktober 2016 liegen.

Schnappologie – Was ist das?

Schnappologie ist eine von Heinz Strobl entwickelte Falttechnik, mit der man beliebige geometrische Körper aus Papierstreifen basteln kann. Dabei werden die Papierstreifen lediglich gefaltet und durch Ineinanderstecken miteinander verbunden. Die so gebastelten Körper sind nicht nur stabil, sondern sehen auch noch gut aus.IMG_2747

Wenn man zudem noch Größen (Längen und Breiten der Streifen) und Farben variiert, kann man eine beachtliche Vielfalt an verschiedenen Modellen erzeugen. Das Bild zeigt einen Rhomben-30-Flächner, einen Körper, den man in 1 bis 2 Stunden basteln kann.

Zur Technik selbst gibt es lediglich eine Präsentation von Heinz Strobl.

Am einfachsten ist die Herstellung von Körpern, die von regelmäßigen Vielecken begrenzt werden, weil man dafür mit nur einem oder maximal zwei „Werkzeugen“ arbeiten muss. „Werkzeuge“ sind selbst auch nichts weiter als Papierstreifen mit bestimmten Breiten. Daher stelle ich auf meiner Homepage auch vorwiegend platonische und archimedische Körper vor.

Zur Berechnung der Streifenlängen könnte man folgende grundlegenden Formeln benutzen:

Streifenlänge für Vieleck = doppelter Umfang des Vielecks + x

x sollte beim Viereck 2 mm, beim 5-Eck 4 mm und so weiter betragen. Es trägt dazu bei, den beim Umwickeln des Streifens um das Modul entstehenden Überschuss auszugleichen.

Streifenlänge des Verbindungsstückes = sechsfache Streifenbreite des Vielecks

Dabei sollte die Streifenbreite des Vielecks mindestens 1 cm betragen.

Als Papierdicke empfiehlt es sich Papier mit etwa 120 Gramm pro Quadratmeter zu verwenden. Sehr große Körper, wie der Rhomben-90-Flächner oder der Rhomben-120-Flächner sollten keine zu großen Streifenlängen aufweisen, da sie sonst instabil werden.

Viel Spaß beim Basteln 🙂

 

 

Aktuelles für das Schuljahr 2015/16

Nachdem ein neuer Kurs für Anwendungen der Mathematik zusammengekommen ist, zogen auch die Schüler der Jahrgangsstufe 10 nach. 14 meldeten sich für mathe-plus an, so dass wieder ein Kurs zusammenkommen wird. Ab Ende August geht es los.

Obwohl die Förderung von Spezialistenlager und Korrespondenzzirkel durch das Landratsamt derzeit ausgesetzt sind, wird es beides im kommenden Schuljahr weiterhin geben. Eventuell werde ich jedoch Eltern an den Kosten für den Korrespondenzzirkel beteiligen müssen. Der Zirkel selbst wird in bewährter Manier fortgeführt. Geplant ist außerdem mindestens eine gemeinsame Veranstaltung mit den kleinen Knoblern, voraussichtlich im November.

Das Mathematik-Spezialistenlager wird ab 27.09.2015 in Nordhausen stattfinden. Dadurch, dass diesmal keine Schülergruppe aus Sachsen mitkommen wird und es außerdem insgesamt weniger Schüler sind, werden einige Elemente des Lagerwettbewerbes etwas anders aussehen als bisher.

Natürlich hoffe ich sehr, dass es bald wieder finanzielle Unterstützung durch den Schulträger für diese Projekte gibt. Ganz nachvollziehbar sind für mich die Streichungen dieser Mittel nicht. Wie glaubwürdig ist Politik, die einerseits offen für Bildung und auch für Begabungsförderung eintritt und sich gern in den erfolgen Thüringer Schüler bei Wettbewerben sonnt, andererseits aber nicht bereit ist, in die Fördermaßnahmen zu investieren?

Abenteuer im Dusterwald

Viele meiner Schüler kennen sie schon, die Geschichte rund um die Mathegnome und Zacharias Zoddel aus Zadelsdorf. Nun habe ich mich entschlossen, sie auf meiner Homepage zu veröffentlichen.

Doch ganz ohne Rätsel geht es auch hier nicht. An den Lesestoff kommt man nur heran, wenn man die darin enthaltenen Rätsel und Knebelaufgaben löst.

Knebelaufgaben?

Ich meinte Knobelaufgaben. 😉

Die Idee zur Geschichte entstand bereits 2011 in gemeinsamer Arbeit mit zwei Klassen, die ich damals in Mathematik unterrichtete. Die ersten Inspirationen dazu verwendeten wir auf einem Wandertag mit Geocaching. Irgendwann wurde eine Geschichte daraus. In den folgenden Monaten und Jahren entwickelten sich Ideen für Figuren und Charaktere, es entstanden eine Landkarte und einige Bilder. Noch ist das ganze nicht zu einem Abschluss gebracht, aber das wird sicher noch geschehen. Ich habe mir das zumindest vorgenommen.

Die Kombination von Lesen und Lösen finde ich jedenfalls ganz interessant.

Ach ja und hier gehts los…

Ein Insektenhotel entsteht

Erst war es nur so eine Idee, die in unserem Köpfen summte, dann wurde sie umgesetzt. Ohne jeden Bauplan basteln wir in unserem Garten ein Insektenhotel.

Und so gings los:IMG_2951

Ein paar Säulen in vier Bodenhülsen, gut ausgerichtet und zu einem Gerüst verbunden.

Anschließend erstmal ein Dach darauf und die Rückwand mit einigen Rauhspundbrettern. Ebenso die Seitenwände.

IMG_2961Dann die Einlegeböden rein und nun muss nur noch das Innenleben gestaltet werden. Wenn dann endlich das Frühjahr beginnt können die ersten Bewohner einziehen.

Sicher wird es bald summen und brummen. 🙂